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THE DIGITAL EXPERTS

27.09.2021

Variantenreiche Produkte

In vielen Lebensbereichen stehen wir vor einer Vielzahl von Varianten, die letztlich auf Basis einer bestimmten Ausprägung ein spezifisches Produkt darstellen. Aber auch im beruflichen Umfeld betrifft das Thema Variantenkonfiguration fast alle betrieblichen Prozesse und Unternehmensabläufe - Konfigurationsaufgaben gehören somit zu BDF‘s täglichen Brot.  

In vielen Betrieben ist das Wissen, wie ein Produkt aufgebaut und gefertigt wird, meist nur in Papierform oder im Kopf eines Mitarbeiters hinterlegt. Damit dieses Anwenderwissen nicht verloren geht, ist es sinnvoll, das Produkt zusätzliche digital abzubilden und anzuwenden.

Der Nutzen eines digital abgebildeten Produktes

Das Ziel ist es, mit Hilfe der SAP- Variantenkonfiguration eine Verbesserung der Geschäftsprozesse zu erzielen. Denn die SAP Logistic- Variantconfiguration (LO-VC) unterstützt die Optimierung der Geschäftsprozesse eines Unternehmens. In Kombination mit Produktvariantenstrukturen (PVS) können schon in frühen Prozessphasen Informationen und Daten für das zukünftige Modell abgelegt und verwaltet werden. Die PVS die hier als zentrales Werkzeug dienen, unterstützen die Abbildung und Modellierung mit Strukturierungselementen und Beziehungswissen. Zusätzlich wird das Anwenderwissen oder/ und fachliches Wissen in sogenannten WissensCodes für Klassifizierungen abgebildet.

Die Produkt- und Prozessmodellierung hat hierbei u.a das Ziel, mögliche Geschäftsprozesse zu erfassen und zu optimieren. Besonders bei wiederkehrenden Prozessen kann eine automatisierte Stammdatengenerierung die Kosten senken und eine effiziente Produktivitätssteigerung erzielen.

Das iPPE Framework von SAP – ein idealer Werkzeugkasten für variantenreiche Produkte

Wesentliche Voraussetzung für den Einsatz einer Produktkonfiguration ist eine Produktvariantenstruktur. Dabei wird das Produkt mit formalen Parametern beschrieben und bietet eine gewisse Komplexität. Das iPPE-Framework von SAP bietet hier den idealen Werkzeugkasten, um variantenreiche Produkte abzubilden und zu modellieren. Denn in nahezu jeder PLM-Projektphase eines Produktentstehungsprozesse (I2P) ist die Produktstruktur in der iPPE ein zentrales Werkzeug zur Planung und Steuerung der einzelnen Geschäftsprozesse und logistischen Abläufe.  

Das SAP LO-VC in Kombination mit einer Produktvariantenstruktur in der iPPE-Workbench, stellt die fundamentale Basis dar, um Unternehmensprozesse im BDF PCC (Process Control Center) in einer TOS-Produktstruktur zu verwalten und zu steuern. Das PCC-Tool von BDF EXPERTS ist ein weiteres effektives Werkzeug, um sämtliche Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen. Die übergreifende BDF-Lösung im PCC kann durch weitere optionale Erweiterungen, wie dem BDF MCC, DCC, FCC, KCC angereichert werden. Diese BDF-Eigenentwicklungen basieren auf jahrelanger Erfahrung und sind bei vielen Kunden bereits erfolgreich im Einsatz.

Für die eigentliche Wissensmodellierung hat BDF das Knowledge Control Center (BDF KCC) entwickelt. Das Knowledge steht für Wissen, in diesem Fall für die Wissensbasis, also eine Ansammlung von kompakten fachlichen und technisches Anwenderwissen, welche in Variantentabellen und zusätzlichen Regeln hinterlegt wurden. Das KCC kommt dann bei Kunden zum Einsatz, wenn das Produktportfolio eine große Produktvielfalt darstellt und umfangreiche Bauteile und Baugruppen mit Hilfe von Anwenderwissen verwaltet werden und so der gesamte Produktlebenszyklus gesteuert werden muss.

BDF verfügt über etabliertes Know-How und erprobte Lösungen, die es ermöglichen, die Software-Lösungsansätze im PCC, MCC, DCC, FCC, KCC aus anderen Kundenprojekten zu adaptieren und Kunden spezifisch anzupassen.

Raimund Stachowiak, EXPERT für das BDF KCC

Anwendung von Produktdatencluster

BDF EXPERTS analysiert die Geschäftsprozesse und optimiert diese. Dabei spezifiziert BDF die Unternehmens- und Logistikprozesse in sogenannte Produktdatencluster (Beispiel: LOG-100 Logistikprozesse), die jeweils individuell für ein Unternehmen relevant sind. Auf Basis dessen, können Lösungsansätze zielgerichtet je LOG-Prozess definiert und entwickelt werden. Ziel dabei ist es, wiederkehrende Abläufe zusammen zu fassen und so eine effiziente Planung und Steuerung der Logistik zu ermöglichen.  

Mit Hilfe der ASAP Projektmethodik Implementation Roadmap Methodik wird die SAP-Software erweitert oder neu eingeführt. Diese Projektmethodik bietet eine solide Steuerung in jeder Projektphase von der Vorbereitung und Konzeption über die Realisierung bis zur Einführung in der Produktion.

Eine Investition für die Zukunft

Die Herausforderung, variantenreiche Produkte für den Endanwender konfigurierbar zu machen und die speziellen Kundenwünsche mit zusätzlichen Parametern in die Produktion zu übergeben, wird es immer geben. Eine Optimierung der Geschäftsprozesse ist daher zukunftsweisend. Der Einsatz der Variantenkonfiguration in SAP stellt neben der Prozessoptimierung auch einen großen betriebswirtschaftlichen Nutzen dar. Die eigenen BDF Lösungen, das „PCC“ Process Control Center und das „KCC“ Knowledge Control Center in Kombination mit der SAP-Variantenkonfiguration als Kernbaustein der Geschäftsprozesslösung, stellen für die Produkt- und Prozessverwaltung eine zukunftsorientierte Investition zur Optimierung der Infrastruktur eines Unternehmens dar.