Ein verlässlicher Cash-Status beginnt bei der Datenbasis
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Wie viel Liquidität ist heute wirklich verfügbar? Wer diese Frage nicht in Minuten beantworten kann, hat kein Steuerungs-, sondern ein Datenproblem. Teil 2 unserer Reihe „Treasury Engineers“ über das Fundament, auf dem jede Liquiditätsplanung steht.
In vielen Unternehmen ist die Antwort auf die einfachste Treasury-Frage überraschend aufwändig. Der Kontostand liegt im Bankportal, offene Posten im ERP, die Zahlen der Tochtergesellschaften in getrennten Systemen und der Rest in einer Tabelle, die jemand morgens von Hand aktualisiert. Bis daraus ein Gesamtbild wird, ist es Nachmittag – und der Stand von heute Morgen.
Für ein präzises Liquiditätsbild führt kein Weg an einer lückenlosen Datenbasis vorbei. Sie entsteht, wenn die relevanten Quellen zusammenlaufen: das ERP mit den offenen Posten, das Treasury-Management-System (TMS) mit Finanzgeschäften und Absicherungen, die Banken mit den tatsächlichen Kontobewegungen. Erst wenn diese Systeme in Echtzeit zusammenspielen, entsteht ein Cash-Status, der aktuell genug ist, um darauf zu handeln.
Der Blick auf die Systemarchitektur lohnt sich
Datenkonsolidierung ist selten ein reines Treasury-Thema. Sie berührt die konzernweite Systemarchitektur: Welche Gesellschaft bucht in welchem System, welche Bankverbindungen laufen über welche Kanäle, wo entstehen Medienbrüche? Ein Blick auf diese Landkarte zeigt, wo eine technische Basis für die Konsolidierung geschaffen werden muss, bevor über neue Auswertungen oder Prognosen gesprochen wird.
Der Aufwand zahlt sich doppelt aus. Zum einen entfällt die manuelle Sammelarbeit, die heute Kapazität bindet und Fehler einträgt. Zum anderen wird die Datenbasis belastbar genug, um Prozesse darauf zu automatisieren – von der Währungsabsicherung bis zum Banktransfer.
Aus Daten wird ein Status
Genau hier setzt das Cash Position Cockpit (CPC) von BDF EXPERTS an. Es führt die Cash-relevanten Daten SAP-integriert zusammen und macht die Cash-Positionen transparent im Blick – über Konten, Banken und Gesellschaften hinweg, ohne den Umweg über nachgelagerte Tabellen. Was das Treasury sieht, ist kein zusammenkopierter Zwischenstand, sondern die aktuelle Position.
Diese Basis ist der Ausgangspunkt für alles Weitere. Eine Liquiditätsplanung ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie steht. Und KI-gestützte Analysen, die Abweichungen erkennen und Szenarien rechnen, brauchen erst recht eine saubere, konsolidierte Quelle – sonst liefern sie überzeugend aussehende Fehlschlüsse.
Der Treasury Engineer beginnt deshalb nicht bei der Prognose, sondern beim Fundament. Steht die Datenbasis, folgt der Rest.
Teil 2 unserer Reihe „Treasury Engineers“. Grundlage ist ein Gastbeitrag von Michael Völkl (Head of Consulting Treasury, BDF EXPERTS) im Fachmagazin DerTreasurer, Ausgabe 1/2026.
Text und Grafiken wurden mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell durch BDF EXPERTS geprüft.
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