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Treasury ist zu komplex, um es sich selbst zu bauen

DerTreasurer fragt, ob künstliche Intelligenz die Treasury-Management-Systeme überflüssig macht. Thomas Dohmen und Michael Völkl antworten: Nein – entscheidend ist etwas anderes.

15. September 2026
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Treasury ist zu komplex, um es sich selbst zu bauen 1

Ein Dax-Konzern zeigt auf einer Anwenderveranstaltung, wie sein Treasury mit Python und KI eine eigene Lösung für die Reklassifizierung von Hedges gebaut hat. Rund 200 manuelle Arbeitsschritte pro Monat fielen damit weg, aus zwei bis drei Tagen wurden wenige Stunden. Für den Fachdienst DerTreasurer war das der Anlass für eine grundsätzliche Frage: Bauen Treasury-Abteilungen ihre Software künftig einfach selbst? Im Beitrag von Jakob Eich kommen dazu unser CEO Thomas Dohmen und Michael Völkl, bei BDF EXPERTS verantwortlich für die Treasury-Angebote, zu Wort.

Der Wettbewerbsvorteil steckt in der Integration, nicht im Werkzeug

Treasury-Systeme leben nicht von ihrer Oberfläche, sondern von dem, was hinter ihnen liegt: der Anbindung an Vertrieb, Materialwirtschaft, Finanzwesen und Zahlungsverkehr. Aus diesen Prozessen zieht das TMS die Informationen, auf deren Grundlage es Vorschläge macht. Genau diese Verzahnung ist nach Einschätzung von Thomas Dohmen der eigentliche Wert – und der Grund, warum KI die Systeme und ihre Anbieter perspektivisch nicht ersetzt. Voraussetzung dafür ist allerdings eine souveräne, verlässliche Datenbasis im eigenen Unternehmen. Dohmen nennt sie Clean Data Base.

„Es ist aus meiner Sicht eher ein Add-on als ein Gamechanger.“ Thomas Dohmen, CEO BDF EXPERTS, in DerTreasurer

KI kann unterstützen, simulieren und Entscheidungen vorbereiten. Einen Schritt darüber hinaus geht sie nicht.

Die Hürde ist das Erfahrungswissen

Michael Völkl setzt an einer zweiten Stelle an: Treasury beruht auf Know-how und Erfahrungswerten, und jede Branche arbeitet anders. Wer ein eigenes System mit KI bauen will, müsste dieses Wissen zunächst maschinenlesbar machen.

Dohmen sieht darin die eigentliche Aufgabe – und sie liegt bei den Menschen, nicht in der Technik: Treasury-Fachleute müssten in Worte fassen können, worin ihre Expertise besteht und wie sie in konkreten Situationen entscheiden. Das gelingt in der Praxis selten. Erst auf dieser Grundlage könnte die IT eine spezifische Lösung bauen. Methodisch führt der Weg deshalb über die Übertragung des Best-of-Breed-Ansatzes in die Software.

Haftung: Wer entscheidet, muss nachvollziehen können

Im Treasury muss jederzeit klar sein, wer für eine Zahlung verantwortlich ist. Bleibt diese Verantwortung beim Menschen, muss er die Ergebnisse prüfen und nachvollziehen können – und daran hakt es bei vielen gängigen KI-Modellen bis heute, weil sie ihre Ableitungen nicht transparent genug offenlegen. Michael Völkl zieht daraus eine klare Linie: Unterstützung bei der Entscheidungsfindung ja, eigene Entscheidungen im Treasury nein.

Das deckt sich mit dem Grundsatz, nach dem wir KI-Funktionen in unseren eigenen Lösungen auslegen: Die KI schlägt vor, der Mensch entscheidet. Jeder Vorschlag bleibt nachvollziehbar, jede Buchung dokumentiert, jede Freigabe an eine Rolle gebunden.

Abwarten ist die teuerste Variante

Die Unsicherheit im Markt ist derzeit groß. Dohmen beobachtet, dass Unternehmen die Einführung eines neuen TMS oder den Wechsel des Anbieters aufschieben, weil sie zunächst sehen wollen, wohin sich KI entwickelt – spürbar auch beim SAP-TMS, wo sich dadurch ein Rückstau bildet.

Diese Rechnung geht selten auf. Denn das, was jede spätere KI-Funktion braucht, lässt sich heute schon aufbauen: integrierte, aktuelle und prüfbare Finanzdaten. Genau dort setzen unsere Lösungen an. Mit dem Cash Position Cockpit (CPC) sehen Treasurer ihre Liquiditätslage SAP-integriert und tagesaktuell, mit dem Liquidity Planning Cockpit (LPC) planen sie auf derselben Datenbasis weiter – ohne Nebenlisten und ohne Datenkopien.

Fazit

Die Frage aus dem Titel lässt sich nach diesem Beitrag ruhig beantworten: Das Treasury-Management-System verschwindet nicht. Zu komplex sind die Aufgaben, zu kritisch die Verantwortung. Was sich verändert, ist die Art, wie Treasurer mit dem System arbeiten – und der Anspruch an die Daten darunter. Wer diese Basis jetzt ordnet, kann KI-Funktionen nutzen, sobald sie belastbar sind. Wer wartet, wartet nur länger.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie bei DerTreasurer → https://www.dertreasurer.de/news/treasury-management-systeme-tms/laeutet-ki-das-ende-der-tms-ein-53708/

Wie belastbar ist Ihre Datenbasis im Treasury? Sprechen Sie mit uns. 

Text und Grafiken wurden mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell durch BDF EXPERTS geprüft. 

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